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Die Grünen im Landkreis Miltenberg: Barbara Bauer
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Babara Bauer

Vorstellung als Landtagskandidatin für die Aufstellungsversammlung 12.04.2008 in Würzburg.


Liebe Delegierte, liebe Grüne und Interessierte der grünen Politik!

Ich bin Barbara Bauer und in Miltenberg geboren,
47 Jahre jung und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen.

Mein Politischer Werdegang begann Ende der 70ger Anfang der 80ger in Aschaffenburg in der Friedensinitiative, Frauengruppe und der Jugendhausinitiative. Die Antiatomkraft -Bewegung in Wackersdorf war für mich der Auslöser meines politischen Werdeganges.

Nach meinen Umzug nach Eschau Lkr. Miltenberg und der Geburt meiner Kinder gründete ich eine Krabbelgruppe wirkte danach als Elternbeirat des ev. Ki -Ga mit. Später übernahm ich das Amt der Elternbeiratsvorsitzenden der Grund -und Teilhauptschule in Eschau. Gleichzeitig war ich im Elternbeirat der Realschule in Elsenfeld.

Durch meine Hobbys Bogenschießen und Laufen übernahm ich das Amt der Kassiererin der Schützen in Eschau für 10 Jahre
Und den zweiten Vorsitz bei der Bsj - Kreis Miltenberg.

Haupttätigkeiten sind der internationale Jugendaustausch im Sport und die Organisation der Laufveranstaltungen der Bsj.
Gleichzeitig bin ich als Dauerdelegierte im Bezirk der Bsj und Kreisjugendrings und im BSSB Kreis Miltenberg.

Aktives Mitglied der Grünen bin ich nun 18 Jahre. Seit 17 Jahren im Kreis und Bezirksvorstand erst als Schriftführerin danach Kassiererin. Anschließend war ich Vorstandssprecherin der Kreisgrünen.

Bis Mai 2008 bin ich Marktgemeinderätin in Eschau.
Im Kreis- und Bezirksvorstand der Grünen bin ich Beisitzerin.
 
Nun zu meinem Grundgedanken, was mich zur Kandidatur bewegt. Mich bewegt der Weg zum Ziel, nämlich zu einer besseren Zukunft.

WARUM?
Die Prognosen für unsere Zukunft sehen ziemlich schlecht aus!
• Wir haben enorme Ausbildungs- und Bildungsdefizite. ( Pisastudie)
• Gewaltige Jugendprobleme hinsichtlich wachsender Perspektivlosigkeit und Kriminalität.
• Tiefe Resignation der Bevölkerung durch die Politik im Land. ( Wahlbeteiligung)
• Steigende Umweltprobleme, die unsere Lebensqualität ständig verschlechtert.

Wie sehen meine Vorschläge aus, um diesen Aufgaben vernünftige Lösungsansätze gegenüber zu stellen?

Meine Kernaussage lautet.

• Individuelle und bestmögliche Förderung des Einzelnen ist die beste Zukunftsinvestition in unsere Gesellschaft.

WEIL:
Erfülltes Leben des Einzelnen fördert seine Selbstverwirklichung und seine Zufriedenheit,
bringt ihm persönlichen ökonomischen Erfolg
und stärkt mit mächtigen Impulsen unser Gemeinwesen.

Die Zufriedenheit hängt von vielen Faktoren ab.

1. Bildung

Durch das jetzige Bildungssystem ist eine bestmögliche Förderung unserer Kinder und Jugendlichen nicht mehr Gewährleistet.
• Einerseits Eliteförderung (was ja gut ist)
• Andererseits fallen zu viele durchs Raster;
- das heißt, die Fähigkeiten werden nicht ausgeschöpft;
- Unterqualifizierung, Fehlqualifizierung entstehen;
- Leistungen werden nicht erbracht, die bei geeigneter schulischer Förderung möglich wären

Die Bildung darf nicht abhängig sein von der Finanzkraft der Eltern. Landesaufgabe ist es, jeden optimal zu fördern zum Nutzen des Einzelnen und der Gesellschaft.

Ein Wandel in der Schulform ist notwendig.

1. Schulmittelfreiheit für alle Kinder
d. h. alle Arbeitsmaterialien wie Bücher Kopien, Stifte, spezielle Lektüre usw. Diese Kosten dürfen nicht zu Lasten der Eltern entstehen.

2. Gemeinsame Schulzeit von der 1. -9 Kl
Grund: Zu frühe Aufteilung in verschiedene Schulen ab der 4. Klasse behindert Spätentwickler.
3. Entzerrung der starren Rahmenpläne und Verkleinerung der Klassen. Der Pädagoge bekommt dadurch mehr Spielraum zur individuellen und gezielten Förderung der Schüler in kleineren übersichtlichen Gruppen.
4. Ganztagesschule
Alle pädagogischen Tagesaufgaben werden in der   Schule entspannter abgearbeitet.

5. Allgemeine Forderung
Einsatz von Psychologen und Logopäden in jeder Schule.
Problem: Verhaltenstörungen, Lern -und Sprachstörungen, die die Entwicklung
der Kinder und Jugendlichen hemmen
6. Verstärkte Verzahnung von Unterricht und der Praxis der Berufswelt. Impulse der Arbeitswelt lassen schnell Neigungsschwerpunkte und Begabungen der Schüler und Jugendlichen erkennen z. B. praktische Veranlagungen.
7. Erwachsenenbildung
„Lebenslanges Lernen" ist heute zwingend für die Berufsentwicklung des Bürgers. Unabhängig vom Geldbeutel muss dies jedem zugänglich sein. Umschulungsmaßnahmen dürfen nicht nur mit körperliche Einschränkungen zu¬sammen hängen

2. Jugendarbeit

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche die nicht in den traditionellen Vereinen organisiert sind von dieser auch nicht erreicht werden. Problem: Soziale Brennpunkte

Gezielter Ansatz von Sozialarbeit
• Integration in die Gesellschaft
• Gewaltprävention
• Gezielte Unterstützung von Eigeninitiativen nicht organisierter Jugendlicher z.B. zur Verfügungsstellung öffentlicher Räumlichkeiten.

3. Vereinsarbeit / Sport


Vereine sind traditionell Stützpfeiler jedes Ortes, sie haben wichtige soziale Funktionen.
• Verantwortung anderen gegenüber
• Gesunder Wettbewerbsgeist.
• Integration verschiedener Personen und Anschauungen auf ein Ziel hin. Weiterhin sind nachhaltig zu unterstützen
• Maßnahmen die wirklich beim Einzelnen landen z.B. beim Bogenschießen

der Verein stellt die Bögen zur Verfügung.
Übungsleiter können gezielt geschult werden
Kommune stellt Örtlichkeit gezielt gefördert durch das Land.

 

Ziel:

Es muss jedem möglich sein, den Sport seiner Neigung auszuüben, unabhängig von seiner finanziellen Situation.

Wichtiger Aspekt:
Kontrolle des Finanzgebarens großer Sportverbände. •    Investitionen großer Sportbauten,
- errichtet zu Lasten der kleinen Verbände
- errichtet aus Prestigegründen, die nur für viel Geld genutzt werden können.

 

Sie fressen Budgets auf und schmälern die Mittel für die Jugendarbeit im Sport. Es gibt so viele Punkte zu erörtern, sie würden aber den Rahmen sprengen (Siehe Sportschule „Oberhaching").

4. Einbeziehung des Bürgers in Kommunalpolitische Entscheidungen


Es geht nicht darum, dass der Bürger lx alle 4 oder 6 Jahre um sein Votum gebeten wird, sondern um konsequente und ständige Beteiligung an kommunalpolitischen Fragestellungen.
z.B. Bereits Aufklärung von Bürgerinteresse in der Planung.
• Fruchtbare Diskussion
• Bürgergedanken direkt in die Planung mit einfließen lassen.
• Nachteil: EntScheidungsprozesse sind evtl. länger.
• Vorteil: mit Sachverstand abgewägt und von allen getragen und verantwortet.

 

6.   Umweltschonende Energiepolitik

•   Klare Förderrichtlinien und Finanzkonzepte für Eigenheim und Renovierung. Energie muss unbedingt gespart werden, diese Maßnahmen müssen für den Investor klar anwendbar sein.

Vorbildfunktion der öffentliche Hand

Jede öffentliche Investition muss unter den Gesichtspunkt der Energieeinsparung und des sparsamen Wirtschaftens ausgeführt werden.

Außerdem muss jedem Bürger klargelegt werden, dass sich Schonung von Ressourcen auch rechnen lässt!

Beispiel: Einsatz von Blockheizkraftwerke für öffentliche Gebäude, wobei konsequent auf regenerative Energieträger zurückgegriffen wird.

Durch Einsatz von Solar -und Photovoltaikanlagen, um weg von teuren fossilen Brennstoffen zu kommen.

Verpflichtung der öffentlichen Hand zur konsequenten Nutzung von Ökostrom und zum Einsatz von erneuerbarer Energie.

 

7.   Umweltschonende Verkehrspolitik.

Konsequente Vernetzung des Schienen - und Busverkehrs, um das öffentliche Verkehrsystem vor allem im ländlichen Raum attraktiver zu machen.
- Auch für den Tourismus ist es ein wesentlicher Serviceangebot..
Stetige Niedrigpreispolitik für Nutzer dieses vernetzten Verkehrskonzeptes. z.B. vierköpfige Familie von Würzburg nach Nürnberg zum Zoo mit Zug.
- Verpflichtung der öffentlichen Hand zum Ausbau des Radwegenetzes inner -und außerörtlich.

Ziel ist es ein landesweit durchgängiges Radwegenetz zu erstellen.
 
8.   Forstwirtschaft


Der Wald ist das Kapital unserer Zukunft.
Er ist von zentraler Bedeutung für die Qualität von Luft, Wasser und Boden.
Momentan besteht die Gefahr, dass durch das Unternehmen Bayr. Staatsforsten nicht mehr auf nachhaltige ökologische Forstwirtschaft geachtet wird. Die natürliche Nährstoffversorgung durch das entfernen der Baumkronen für Holzhackschnitzel ist nicht mehr vorhanden.
Zur Zeit werden die Abschusszahlen von Rehwild in Bayern herabgesetzt, was zu einem vermehrten Verbiss am Jungholz führt
Eine Reform des Jagdgesetzes ist erforderlich.
Einhaltung der Abschusszahlen -   Nachhaltige Forstwirtschaft muss betrieben werden.
Verzicht auf Ganzbaumnutzung auf Nährstoffreiche Böden.


9.   Schluss

Wir sind ein Teil dieses Planeten und dürfen hier verweilen. Aber beuten wir unsere Erde nicht aus! Unsere Nachkommen werden froh sein, wenn Sie noch intakt ist.


Sollte ich durch ein super Wahlergebnis in den Landtag kommen, dann werde ich alles tun, was in meiner Kraft steht, an diesen Zielen zu arbeiten. Auch verspreche ich, meiner Pflicht nachzukommen,
den satzungsgemäßen Anteil meines Gehaltes an den Bezirk und die Kreisverbände weiterleiten.

Ich freue mich auf eine bessere Zukunft: Für Euch und mit Euch!

 


Babsi Bauer

2008 Bündnis 90 / Die Grünen im Landkreis Miltenberg
Barbara Bauer (zuletzt geändert am 27.09.08 02:10)