Sylvia Deckert
Bewerbung um einen aussichtsreichen Listenplatz der Wahlkreisliste Unterfranken für den Landtag Liebe Freundinnen und Freunde, am 31.03. wurde ich in geheimer Wahl zur Landtags-Listenkandidatin für den KV-Miltenberg gewählt, nicht nur um Stimmen „zu sammeln“, sondern auch wegen meiner ideologischen Vorstellungen. Ich möchte mich für eine sozial gerechte und ökologisch verantwortungsbewusste Gesellschaft einsetzen. Global denken, regional handeln und das jetzt und nicht erst irgendwann, das sind meine Grundsätze. Die Energiewende muss meines Erachtens nach viel radikaler vorangetriebne werden. Handeln heißt das Motto, nicht labern. Die CSU ist ein Schaumschläger und gibt außer heißer Luft nichts adäquates von sich. Ich möchte uns lossagen von der Abhängigkeit der Energielieferanten und somit von Erpressung und Bedrohung durch internationalen Terrorismus. Ich kann weder die ineffizienten und klimaschädlichen Kohlekraftwerke akzeptieren, noch die gefährlichen und gesundheitsschädlichen Subventionsmaschinen AKW. Wir müssen in der Energieversorgung unabhängig werden. Der Einsatz erneuerbarer Energien und die nachhaltige Nutzung aller heimischer Ressourcen sichert und schafft außerdem Arbeitsplätze . Ich bin davon überzeugt, dass sich das Einsparpotenzial im gesamten Energieumsatzes, wie durch Wirtschaftsinstitute prognostiziert wird, auf 43% erhöhen lässt. Ein weiterer Schwerpunkt beim Klimaschutz ist für mich die Förderung des regionalen Öko-Landbaus. Er setzt deutlich weniger Treibhausgase frei als die konventionelle Landwirtschaft mit ihrem hohen Energieeinsatz und Methan- u. Lachgasemissionen aus Viehhaltung u. Wirtschaftsdüngern. Um den Bio-Landbau in unserer kleinräumigen Landschaft zu stärken und zu schützen muss Bayern gentechnikfrei sein. Auch in den sog. Drittländern gilt es Bauern und ihre Familien zu stärken. In unseren staatlichen Küchen müssen neben regionalen Bio-Produkte auch Produkte aus dem Fairen Handel verwendet werden. Kaffe, Tee, Bananen ect. werden dort naturgemäß und vor allem zunehmend in Bio-Qualität hergestellt. Mit Fairen Preisen wird auch in gemeinnützige Projekte wie Schulbau investiert. Weiterhin möchte ich mich stark machen für: - Ein gerechtes und leistungsstarkes Bildungssystem - Ein menschenwürdiges, unabhängiges, selbst organisiertes Leben aller Menschen in Bayern - Massive Absenkung der Strahlungswerte beim Mobilfunk und eine Änderung der bay. Bauordnung, damit Mobilfunksender generell genehmigungspflichtig werden | Zur Person: |
Atom Strom, nein Danke! Und Global denken, regional handeln. Das sind meine Grundsätze für eine Energiewende für den Klimaschutz. Klimaschutz ist seit kurzem in aller Munde. Neben der vielen heißen Luft die plötzlich von allen anderen Parteien beim Thema Klimaschutz produziert wird, darf man das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren: Wir müssen JETZT handeln! Die Zeit drängt - es müssen endlich nachhaltige Konzepte umgesetzt werden, um den Klimawandel zu verlangsamen! Aufhalten lässt er sich nicht mehr. Inzwischen weiß jeder, die fossilen Energieträger sind begrenzt. Regional bedeutet dies, dass die Nachfrage für Kohle, Öl und Gas steigen und somit auch die Preise. Global gesehen, nimmt die Gefahr von „Verteilungskämpfen“ zu. Durch die Abhängigkeit von Energielieferanten sind wir erpressbar und der Bedrohung durch internationalen Terrorismus ausgesetzt. Wir müssen in der Energieversorgung unabhängig werden und dies nachhaltig und generationengerecht. Der Abbau der risikoreichen Atomkraftwerke, die ohnehin weltweit nur 3% zur Energieversorgung beitragen, ist dabei unabdingbar. Der Einsatz erneuerbarer Energien und die nachhaltige Nutzung aller heimischen Ressourcen sichert und schafft noch dazu Arbeitsplätze, da die regionale Wirtschaftskraft gesichert wird. Die natürlichen Lebensgrundlagen bleiben erhalten und die Lebensqualität wird verbessert. Unser Energiekonzept muss sich auf drei Säulen stützen: Energieeinsparung, Effizienzsteigerung bei Kraftwerken und Nutzung der erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Laut Wirtschaftsinstituten liegt das Einsparpotenzial im gesamten Energieumsatz bei 43 %. Mit dem heutigen technischen Potenzial könnte man bei Strom ein Drittel einsparen, durch gute Dämmung an Gebäuden bis zu 80% des Energieverbrauchs. Seit 1991 fordern die GRÜNEN mit Recht Wärmedämmungen an öffentlichen Gebäuden des Freistaats. Passiert ist bis heute, unter der CSU-Regierung, nur wenig. Ca. 6000 Gebäude stehen weiterhin zur Sanierung an. Braun- und Steinkohle sind die - mit Abstand - klimaschädlichsten Brennstoffe. Mit 950 kg (Braunkohle) bzw. 750 kg CO2 (Steinkohle) pro kWh Strom stoßen selbst modernste Kohlekraftwerke mehr als doppelt so viele Klimagase aus wie Gaskraftwerke. Neben der Gefahr zusätzlicher Klimagas-Emissionen sind auch die langfristigen Wirkungen heutiger Investitionen in die Kohlekraft bedrohlich. Sind die neuen Großkraftwerke erst einmal am Netz, zementieren sie die ineffiziente Struktur der deutschen Stromerzeugung über Jahrzehnte. Über die Hälfte des Stroms stammt in Deutschland aus mit Kohle befeuerten Kraftwerken, die nur rund ein Drittel der im Brennstoff gespeicherten Energie in nutzbaren Strom umwandeln. Zwei Drittel der Primärenergie verpuffen dagegen nutzlos in die Atmosphäre. Die neue Generation von Kohlekraftwerken würde die Effizienz nur um wenige Prozentpunkte anheben. Der Kohlepfad führt uns vielmehr direkt in die Klimakatastrophe. In der Verkehrspolitik subventioniert die CSU die Klimakiller Flughafen, Straßenausbau und Transrapid mit Millionen, anstatt verbindliche Grenzwerte für den CO2-Ausstoß bei Autos festzusetzen oder den LKW-Verkehr auf die Schienen zu verlegen. Die CSU verweigert ein sofort CO2-senkendes Tempolimit rigoros und hat als einzige Antwort auf die alarmierenden Ergebnisse aller Umfragen nur die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke auf Lager. Lt. CSU sind die AKW’s durch ihren geringen CO2-Ausstoß ja so klimafreundlich und vergessen dabei, dass 2/3 der Atomenergie in Luft und Kühlwasser verpuffen. Atomkraftwerke sind noch dazu risikoreich und gefährlich. Das nicht nur durch evtl. Störungsfälle oder mögliche Terrorangriffe. Die im Dezember vorgelegte KiKK-Studie (Kinderkrebs in der Nähe von Kernkraftwerken), die im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) durch die Forscher des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz erarbeitet wurde, beweist: "Das Risiko für Kinder an Leukämie zu erkranken, nimmt zu, je näher ihr Wohnort an einem Kernkraftwerk liegt." (BfS 8.12.07) Die Ergebnisse der Studie lassen befürchten, dass die Emissionen der Atomkraftwerke nicht zuverlässig gemessen oder nicht folgerichtig in Belastungen für die Menschen umgerechnet werden. Die Grenzwerte für den Strahlenschutz sind hierdurch noch fragwürdiger geworden. Wir fordern Konsequenzen aus der erhöhten Kinderkrebsrate in der Umgebung von Atomkraftwerken. Auch nach dem Atomskandal um den Energiekonzern Vattenfall weigert sich die Staatsregierung, von den bayerischen AKW-Betreiber e.on und RWE eine offensiven Unterrichtung der Öffentlichkeit über Vorfälle in den bayerischen Atomkraftwerken einzufordern: Nach den Ereignissen in den AKWs Krümmel und Brunsbüttel wäre es doch das Mindeste, der Vertuschungspolitik in den bayerischen Atomkraftwerken endlich einen Riegel vorzuschieben. Es ist nicht hinnehmbar, dass sich die Kraftwerksbetreiber in Ohu, Gundremmingen, Grafenrheinfeld und Isar bis zu zwei Wochen Zeit lassen könnten, bis sie die Öffentlichkeit in dürren Pressemitteilungen über Pannen im AKW-Betrieb informieren. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, sofort und umfassend zu erfahren, was in den angeblich so sicheren Atomkraftwerken wirklich passiert. Dennoch hat es die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag abgelehnt, die Atomkraftwerksbetreiber dazu zu drängen, künftig zeitnah und detailliert über alle Vorkommnisse in den AKWs zu informieren. Damit wird diese Verschleierungsstrategie von der Staatsregierung auch noch unterstützt. Als Beispiel: Kommt es zu einer Kernschmelze in Isar 1, so lt. GRS (Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit), dann werden auch die letzten beiden Barrieren im so genannten Mehrbarrierensystem, der Reaktordruckbehälter und das Containment innerhalb weniger Stunden zerstört sein. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit und des Wetters, welche Teile Bayerns verstrahlt werden. Tschernobyl steht für die Unkontrollierbarkeit der Atomkraft. Die Radioaktivität verbreitete sich über ganz Europa und belastet noch heute große Gebiete. Noch zwei Gedanken zur unsinnigen Atomkraft: Uran muss wie Öl und Gas importiert werden, es ist keine heimische Energiequelle. Auch Uran ist begrenzt, es reicht noch für wenige Jahrzehnte. Die Preise für Uran haben sich seit 2001 verfünffacht. AKWs sind zentralisierte Systeme und daher extrem anfällig und verwundbar, nicht nur durch Terrorattacken, auch durch extreme Wettersituationen. Große Regionen sind bei einem Ausfall betroffen. Dezentrale Kraftwerke müssen geschaffen werden. Ein weiterer Schwerpunkt beim Thema Klimaschutz ist der regionale Öko-Landbau. Der Anteil der Landwirtschaft an der Klimaerwärmung ist erheblich. Die Methan-Emissionen aus der Viehhaltung und die Lachgas-Emissionen aus den Wirtschaftsdüngern tragen dazu ebenso bei, wie der hohe Energieeinsatz in der konventionellen Landwirtschaft. Der Öko-Landbau setzt deutlich weniger Treibhausgase frei, schont die Böden und das Grundwasser und trägt noch dazu zur Artenvielfalt bei. Biolandwirtschaft ist Wirtschaften im Einklang mit der Natur. CO2-Ausstöße durch Lieferung per Schiff, Luftfracht oder LKW werden durch Regionalmarketing drastisch gesenkt und unakzeptable, quälerische Tiertransporte entfallen. Regionaler Biolandbau und regionale Vermarktungs- und Verarbeitungsstrukturen sicheren Existenzen von bayrischen Bauern, schaffen Arbeitsplätze in Handwerk, Lebensmittelhandel und Tourismus, erhalten und schützen unsere wunderschöne Kulturlandschaft. Um den Biolandbau mit seinen Chancen zu Markterweiterung in Sachen Qualitätprodukte zu stärken und zu schützen, ist es enorm wichtig, Gentechnikfrei Zonen zu schaffen. In Bayern gibt es erst 28 dieser gentechnikfreien Zonen. 70% der Verbraucherinnen und Verbraucher lehnen aus guten Gründen Gentechnik in Lebensmitteln ab. Trotzdem will die CSU zugunsten der Großkonzerne Monsanto und Syngenta den Anbau von Gentech-Pflanzen durchdrücken. Viele Prozesse in der Gentechnologie sind noch nicht verstanden und das Einbringen von Genstücken in fremdes Erbgut ist bisher nicht steuerbar, sondern dem Zufall überlassen. Gentechnik-Anbau und gentechnikfreier Anbau können auf gar keinen Fall nebeneinander existieren. Maispollen fliegen über 600 Meter weit. Unsere bayrische Landschaft ist kleinräumig, daher kann kein Imker oder Bio-Bauer in der Nachbarschaft eines Genfeldes für Genfreiheit seines Produktes garantieren. Die wirtschaftlichen Schäden sind von erheblichem Ausmaß. Bis zu 50.000 Arbeitsplätze sind in der Öko-Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel gefährdet. Für den Biolandbau muss gewährleistet sein, dass auch Futtermittel gentechnikfrei sind. Es muss eine entsprechende Kennzeichnungspflicht geben. Wenn Biokost-Hersteller, wie z.B Claus Hipp, ihre Waren aus Östereich oder Polen beziehen, gehen dem Staat auch erhebliche Steuereinnahmen verloren. Um die Existenz unserer Biobauern zu sichern und den Aufbau ökologischer Landwirtschaft durch Vorbildfunktion voran zu bringen, müssen in Großküchen und Kantinen von Krankenhäusern, Altenheimen und Schulen regionale Bioprodukte verwendet werden. Nicht alles was uns schmeckt, z.B. Kaffee, Tee, Bananen, Orangen, kann bei uns in Bayern angebaut werden. Da ist es wichtig auf Produkte aus dem Fairen Handel zurückzugreifen. Er setzt auf naturgemäße Produktion – zunehmend auf bio – und zahlt garantierte Mindestpreise, die über dem niedrigen Weltmarktniveau liegen und unterstützt somit Familien in Asien, Afrika und Südamerika. Durch einen Zuschlag zum Preis werden in gemeinnützige Projekte wie den Bau von Schulen und Krankenhäuser investiert. In Verantwortung gegenüber unserer Mitmenschen in den s.g. Drittländern müssen in unseren staatlichen Großküchen, neben den regionalen Bio-Produkten, Produkte aus dem Fairen Handel eingekauft und verwendet werden. Gerade in den s.g. Drittländern muss in Bildung investiert werden. Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Solidarität, eine Chance für ein selbst bestimmtes Leben und ökonomische Teilhabe, das beste Mittel gegen Bevormundung und Manipulation. Bildung stärkt Menschen und ist Grundvoraussetzung unserer Demokratie. Die beste Bildung für jede und jeden muss deshalb höchste politische Priorität haben. Wie sieht es mit der Bildung in Bayern aus? Unser Bildungssystem ist weder gerecht noch leistungsstark. Wir müssen in Bildung, egal ob Frühkindliche Bildung, Schul- und Hochschulbildung oder die Erwachsenenbildung, investieren. Nur so investieren wir in unsere Zukunft. Kinder wollen lernen, sie sind kleine Entdecker. Auf diese Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft sind wir angewiesen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Wir benötigen kleinere Kindergartengruppen, flächendeckende Krippen- und Kindergartenplätze mit gut ausgebildeten, kompetenten Erziehenden. Wir benötigen eine längere gemeinsame Schulzeit, um das Leistungsvermögen aller Kinder und Jugendlichen zu verbessern und keine frühzeitige Auslese und Selektion. Wir benötigen moderne Ganztagsschulen – keine Ganztagsbetreuung - mit sozialpädagogischem und psychologischen Fachpersonal, in denen es möglich ist, auf jedes einzelne Kind individuell einzugehen. Wir benötigen mehr Geld für die Hochschulen, die sich selbst verwalten und organisieren. Sich selbst organisieren, unabhängig bleiben, die Würde und die Selbstbestimmung nicht aufgeben müssen, das wünschen wir uns im Alter. Die Lebenserwartung ist in Bayern kontinuierlich gestiegen. Es ist heute wahrscheinlicher denn je, alt zu werden und dabei lange Zeit gesund und aktiv zu bleiben. Doch nicht allen ist dieses Glück beschert. Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Altersarmut –vor allem bei Frauen- sind Tatsachen, denen wir uns politisch stellen müssen. Allen Menschen in Bayern muss ein menschenwürdiges Leben mit eigenen Rentenansprüchen gesichert werden. Dazu gehören außer: eigenständige Existenzsicherungen für Frauen - unabhängig von Ehe und Einkommen des Mannes, Kinderbetreuungsangebote um die Erwerbstätigkeit von Erziehenden zu fördern, kostengünstige frühkindliche Bildungsangebote, auch: die Festschreibung in der bayrischen Bauordnung, dass geförderter Wohnraum nur noch schwellenfrei gebaut werden darf, Verbesserungen in der Pflegeausbildung, neue Wohnformen –vor allem für Demenzkranke- d.h. kleine Wohngruppen in den Ortschaften/Nachbargemeinden, Ausbau der ambulanten Pflege. Finanzielle Mittel müssen für Dienstleistungen frei gemacht werden. Was mir noch sehr am herzen liegt, ist das Thema Mobilfunk. Jeder von uns ist im Alltag elektromagnetischen Feldern (EMF) ausgesetzt. Alle Stromleitungen und alle mit Strom betriebenen Geräte erzeugen elektrische und magnetische Wellen. Hauptquellen von EMF sind allerdings Mobilfunksende- und Empfangsanlagen, Handys und digitale Schnurlostelefone (DECT-Standard) mit ihrer gepulsten Hochfrequenzstrahlung. Mobiltelefone sind mittlerweile für einen großen Teil der Bevölkerung kaum verzichtbare Begleiter. Es erscheinen immer neue, zum Teil widersprüchliche Veröffentlichungen über gesundheitliche Auswirkungen. Mobilfunkbetreiber, Bundesregierung und Bayerische Staatsregierung beziehen sich im Wesentlichen auf die Strahlenschutzkommission des Bundes, die gesundheitlich relevante Effekte von EMF unterhalb der gesetzlichen Werte ausschließt. Zahlreiche Ärzte weisen jedoch auf Belege bzw. ernst zu nehmende Hinweise für die Bedenklichkeit elektromagnetischer Wellen hin. Die Palette möglicher Störungen und Erkrankungen reicht von Befindlichkeitsstörungen bei elektrosensiblen Menschen über negative Beeinflussung von Zelltransformation und Zellkommunikation bis hin zu DNS-Brüchen, vermehrter Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke und Krebserkrankungen. Angesicht der Unklarheit über gesundheitliche Auswirkungen von EMF muss alles getan werden, damit die Bürgerinnen und Bürger und insbesondere unsere Kinder künftig in geringerem Maße EMF im allgemeinen und hochfrequenten gepulsten Wellen im besonderen ausgesetzt sind. Ganz wichtig ist in meinen Augen:
Ob im Beruf oder in der Schule, ob ein Leben mit oder ohne Kinder geplant ist – ich möchte mich für eine Gesellschaft, die Frauen wie Männern, gleiche Chancen einräumt, einsetzen. Demokratie ist erst dann erreicht, wenn Frauen und Männer tatsächlich gleiche Chancen in allen Lebensbereichen haben. Wenn Frauen ihr Leben nach eigenem Ermessen frei gestalten können. Nach jahrzehntelanger CSU-Alt-Herren-Politik gibt es in Bayern viel zu tun: Frauen haben das gleiche Recht auf Beruf und Karriere wie Männer. Sei es als Vorstandsvorsitzende, Busfahrerin, Ingenieurin oder Ministerin. Die bayerischen Universitäten und Hochschulen sind nach wie vor Herrenclubs. Nur 6,5% der Professuren sind von Frauen besetzt. Frauen haben ein Recht auf gleiche Chancen im Erwerbsleben. Aber die traditionelle Arbeitsteilung herrscht in der Lebensrealität oft weiter vor: Der Mann sichert das Familieneinkommen – die Frau ist Zuverdienerin . Die Abhängigkeit vom Einkommen des Mannes wird dadurch zementiert. Fällt er aus, stehen Frauen und Kinder vor dem finanziellen Nichts. Frauen in Deutschland erhalten im Durchschnitt immer noch bis zu 26% weniger Einkommen als Männer - und dies auch bei gleichwertiger Arbeit. Das ist ungerecht und diskriminiert Frauen. Auf die Altersabsicherung und auf die Kaufkraft von Frauen hat dies negative Folgen. |
Auftaktaussage bei der Podiumsdiskussion des Bauernverbandes Der Klimaschutz mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien, Energieeinsparung und Effizienz ist mein Interessenschwerpunkt. Wir müssen in der Energieversorgung unabhängig werden. Der Einsatz erneuerbarer Energien und die nachhaltige Nutzung aller heimischer Ressourcen sichert und schafft außerdem Arbeitsplätze, auch in der Landwirtschaft. Regionaler Öko-Landbau ist Teil des Klimaschutzes. Der Anbau nachwachsender Rohstoffe ist Standbein für bäuerliche Betriebe. – Natürlich niemals zum Nachteil der Nahrungsmittelerzeugung und Monokulturen, dürfen nicht entstehen. Das gleiche gilt selbstverständlich auch für z.B. die Palmölherstellung in den s.g. Drittländern! Unsere Lebensgrundlagen sind: Luft zum Atmen – wir benötigen saubere, gesunde Luft. Flüssigkeitszufuhr – wir brauchen sauberes, nitratarmes Wasser ohne Pflanzenmittelrückstände. Und wir brauchen Nahrung – beginnend bei dauerhaft fruchtbaren Böden. Der Anteil der Landwirtschaft an der Klimaerwärmung ist erheblich. Die Methan-Emissionen aus der Massen-Viehhaltung und die Lachgas-Emissionen aus den Wirtschaftsdüngern tragen dazu ebenso bei, wie der hohe Energieeinsatz in der konventionellen Landwirtschaft. Der Öko-Landbau setzt deutlich weniger Treibhausgase frei und bindet Kohlendioxid aus der Atmosphäre wird durch Humusaufbau. Öko-Landbau schont die Böden u. das Grundwasser u. trägt zur Artenvielfalt bei. Die Landwirtschaft leidet unter der Klimaveränderung und muss sich den Herausforderungen durch den Klimawandel stellen. Der Öko-Landbau ist eine Möglichkeit dafür, denn es wird im Einklang mit der Natur gewirtschaftet. Öko-Landbau, aber auch konventioneller Landbau, kombiniert mit Regionalmarketing verringert CO2-Ausstöße - da Lieferungen per Schiff, Luftfracht oder LKW drastisch gesenkt werden und damit unakzeptable, quälerische Tiertransporte entfallen - und sichert Existenzen von bayrischen Bauern, schafft Arbeitsplätze in Handwerk, Lebensmittelhandel und Tourismus. Öko-Landbau erhält und schützt unsere wunderschöne Kulturlandschaft, brach liegende Flächen werden verhindert. Um den Biolandbau mit seinen Chancen zu Markterweiterung in Sachen Qualitätsprodukte zu stärken und zu schützen, ist es enorm wichtig, Gentechnikfrei in Bayern und natürlich in der ganzen Bundesrepublik zu sichern. 70% der Verbraucherinnen und Verbraucher lehnen aus guten Gründen Gentechnik in Lebensmitteln ab. Trotzdem will die CSU zugunsten der Großkonzerne Monsanto und Syngenta den Anbau von Gentech-Pflanzen durchdrücken. Gentechnik-Anbau und gentechnikfreier Anbau können auf gar keinen Fall nebeneinander existieren. Maispollen fliegen über 600 Meter weit, in einigen Berichten spricht man sogar von 2 bis 2,5 km. Unsere bayrische Landschaft ist kleinräumig, daher kann kein Imker oder Bauer, erst recht nicht ein Bio-Bauer in der Nachbarschaft eines Gen-Feldes für Genfreiheit seines Produktes garantieren. Die wirtschaftlichen Schäden sind von erheblichem Ausmaß. Bis zu 50.000 Arbeitsplätze sind in der Öko-Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel gefährdet. Wenn Biokost-Hersteller, wie z.B Claus Hipp, ihre Waren aus Östereich oder Polen beziehen, gehen dem Staat erhebliche Steuereinnahmen verloren. Was macht die Staatsregierung? Sie kürzt die Mittel zur Förderung der Kulturlandschaft. Der Anteil an Bio-Bauern und die bewirtschafteten Flächen sind weit unter Bundesdurchschnitt gerutscht. Die gestiegene Nachfrage bei Bionahrungsmitteln wird durch Importe befriedigt, wichtige Marktanteile gehen unwiederbringlich verloren. Um die Existenz unserer Bauern – egal ob Biobauer oder konventionell arbeitender Bauer - zu sichern und den Aufbau ökologischer Landwirtschaft durch Vorbildfunktion voran zu bringen, müssen in Großküchen und Kantinen von Krankenhäusern, Altenheimen, Ämtern und Schulen regionale Produkte/Bioprodukte verwendet werden. Wir benötigen Fördermittel, damit Landwirte, die auf Biolandbau umstellen möchten, dies auch tun können. Zum Thema Milch brauche ich eigentlich gar nichts mehr zu sagen. Ein fairer Milchpreis ist unabdingbar. Die Milch gehört in die Hände der Bauern und nicht in die Hände von Konzernen. Ihnen ist hoffentlich bewusst, dass mit Unterstützung der CSU in den nächsten 10 Jahren fast die Hälfte der Milchviehbetriebe schließen und somit auch nach gelagerte Betriebe und Gewerbe die Konsequenzen tragen müssen. Bei der Festlegung des Milchpreises wurden die Bauern meines Erachtens „über den Tisch gezogen.“ Wie sehr der CSU die Bauern am Herzen liegen zeigt sich doch auch beim Thema Campa. Wenn nur 1-2 Jahre die Steuerbefreiung bei Biodiesel beibehalten worden wäre, wäre der Schlamassel nicht passiert. Was soll man groß zur Forstreform sagen? Die CSU wollte sie. Wir GRÜNEN waren dagegen. Nur ein gesunder, naturnaher und strukturreicher Wald kann ökologisch und ökonomisch funktionieren. In Folge des Klimawandels benötigen wir rasch Mischwälder. Fördergelder müssen erhöht und Beratung intensiviert werden. Wir benötigen Waldbauerschulen. Holz ist ein wichtiger, umweltfreundlicher Energieträger und eignet sich sehr für kleine Heizkraftwerke und Nahwärmenetze. Für die Erhaltung unserer schönen Kulturlandschaft muss der Flächenverbrauch gestoppt werden. Es kann nicht angehen, dass jährlich riesige Flächen unter Beton verschwinden. Wir brauchen Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen und Erholungsräume für Menschen. Es kann nicht angehen, dass alte Gewerbegebiete brach liegen und gleichzeitig neue Geschaffen werden. Ortszentren verwaisen und der Geschäfte-Bau auf der grünen Wiese wird fortgesetzt. |
Sylvia Deckert (zuletzt geändert am 27.09.08 02:11)


