Diese Seite druckenZum Sitemap wechseln
Das Pressearchiv als RSS-FeedIMPRESSUM
Sie befinden sich hier: Ortsverbände » Wörth » Grüner Stammtisch

Grüner Stammtisch: Bolzplatz für Wörth und mehr Toleranz gegenüber spielenden Kindern gefordert – Skepsis gegen Landesgartenschau in Wörth

Wörth am Main. „Alle Welt ruft nach Kindern, aber bloß nicht vor unserer Haustür“, so umschrieb Christine Lechner das derzeitige Problem in Wörth. Beim gut besuchten Grünen Stammtisch der Wörther Grünen wurde ein Antrag von über 30 Eltern an den Stadtrat besprochen. Da auf vielen Wiesen und Spielplätzen das Ballspielen für Kinder verboten sei, hätten sich die Eltern nicht mehr anders zu helfen gewusst als mit diesem Brief an Bürgermeister und Stadtrat, erklärte Cornelia Maidhof, ebenfalls eine betroffene Mutter. Verständnis für das Anliegen zeigte Norbert Volkmann, der Wörth auf dem besten Weg zu einer der „kinderunfreundlichsten Städte sieht, denn jeder Beschwerde folge gleich ein Verbot des Ballspielens“.
Stadtrat Manfred Siebentritt berichten, dass das Verbot an der Kurmainzer Straße vom Stadtrat aufgehoben worden sei und unterstützte die Forderung nach einem Bolzplatz. „Es geht aber mehr als nur um einen Bolzplatz, es geht grundsätzlich um den Umgang mit spielenden Kindern“, erklärte Jens Marco Scherf, Grünen-Sprecher und 3. Bürgermeister Wörths, denn: „8- bis 10-jährigen Kindern muss es möglich sein, im Ort Ball zu spielen, ohne dass sie ständig verjagt werden.“ Aus der Runde kam der Vorschlag, dass man auf den Spielplätzen Kernzeiten für die jüngeren Kinder festlegen könne: „Es ist allen geholfen, wenn man das Ballspielen zum Beispiel auf die Zeit von 15 bis 18 Uhr begrenzt“, schlug Marisa Turan vor.
Die Verkehrssicherheit wurde im Zusammenhang mit der Situation spielender Kinder thematisiert: „Die Bayernstraße gleicht zeitweise einer Rennstrecke“, nannte Christine Lechner nur einen Problembereich in Wörth. Anne Rabisch schlug gezielte Verkehrsberuhigungen rund um die Spielplätze vor.
Da der bestehende Bolzplatz am Galgen gerade für Jüngere wegen seiner Lage zu gefährlich sei, versprachen die Stadträte der SPD-Fraktion, sich für einen zentral gelegenen Bolzplatz und für ein Aufheben grundsätzlicher Spielverbote einzusetzen. Für die älteren Kinder seien jedoch zusätzliche Angebote nötig, erklärte Stadtrat Jens Marco Scherf, und stellte den SPD-Antrag auf Einstieg in die Jugendsozialarbeit vor: „Wir müssen in Wörth der Sorge für unsere Kinder und Jugendlichen einen höheren Stellenwert geben“, warb Scherf für diese Initiative, die sogar von den Jugendlichen verlangt werde und nannte ein Konzept für eine freie und aufsuchende Jugendarbeit überfällig.
Fragen eröffnete mit der in Wörth geplanten Landesgartenschau ein zweites Thema des Abends. Angesichts der zweistelligen Millionenbeträge wurde nach dem Sinn dieses Vorhabens für Wörth gefragt. „Das nützt vor allem dem Raum Miltenberg. Bevor Wörth sich beteiligt, müssen wir wissen, was unsere Stadt davon hat“, forderte Muzaffer Turan. Jens Marco Scherf sorgte sich, dass sich Wörth an der Konzepterstellung aufgrund der engen Terminplanung kaum beteiligen könne, aber mitzahlen solle. „Eine Landesgartenschau kann auch die letzten unberührten Naturbereiche am Main zerstören“, teilte Norbert Volkmann die allgemeine Skepsis.

Sommerpause beendet - Stammtisch diskutiert wieder

Am Dienstag, 21. Oktober, findet um 20 Uhr in der Pizzeria „San Remo“ in der Odenwaldstraße der nächste Grüne Stammtisch statt. Am Vorabend der Stadtratssitzung wollen wir über aktuelle Themen aus Wörth diskutieren: die Verkehrssituation in Wörth nach dem Nachtfahrverbot für Lkw, über den Stadtbus, über den Einstieg in die Jugendsozialarbeit sowie die Situation auf den Spielplätzen und Ball spielende Kinder in Wörth. Weitere Anliegen und Themen können an diesem Abend gerne eingebracht werden. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, mitzudiskutieren und Wörth mitzugestalten. Nähere Informationen gibt es unter www.woerthergruene.de.

Sommerpause

Der „Grüne Stammtisch“ geht ab Juli in seine Sommerpause. Wer sich dennoch über aktuelle Themen informieren möchte (z. B. Verkehrsbelastung durch Lkw-Verkehr und den dazugehörigen Antrag auf ein Nachtfahrverbot), kann dies entweder in einem persönlichen Gespräch oder im Internet unter www.woerthergruene.de tun.

Grüner Stammtisch Wörth

Erstmals zieht nach der Kommunalwahl am 2. März 2008 ein Grüner in den Wörther Stadtrat ein. Über die Liste der SPD errang der Vorsitzende der Wörther Grünen, Kreisrat Jens Marco Scherf, ein Mandat im Wörther Stadtrat.

Für mehr Bürgernähe und Transparenz beschlossen die Mitglieder der Wörther Grünen, jeden ersten Dienstag im Monat

Zum ersten „Grünen Stammtisch“ laden wir alle Bürgerinnen und Bürger für Dienstag, 6. Mai, in die „Goldene Krone“ ein. Am Vorabend der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats treffen wir uns erstmals, um mit den Bürgerinnen und Bürger wichtige Themen für Wörth zu besprechen. Ideen, Wünsche und Anregungen können von jedem mitgebracht werden. Beginn des monatlich und stets dienstags stattfindenden Stammtischs ist 20 Uhr.  

Die Wörther Grünen – Ortsverband Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Jens Marco Scherf – Carl-Wiesmann-Str. 11 – 63939 Wörth am Main
09372/921961 – 0176/43020850 – mailto:jemascherf@aol.de

Pressemitteilung / Jugendarbeit und Sicherung des Schulstandorts durch neue Konzepte – Grüner Stammtisch in Wörth bemüht sich um Schwung und Offenheit in der Stadtpolitik – Antrag zum Klimaschutz

W ö r t h. Mehr Schwung und mehr Offenheit in den Wörther Stadtrat bringen, das wünschen sich die Besucher des ersten Grünen Stammtischs in Wörth am Main. Eingeladen hatten die Wörther Grünen und Kreisrat Jens Marco Scherf, der als neu gewählter Stadtrat Mitglied der SPD-Fraktion in Wörth ist. Daneben dominierten soziale Themen rund um Jugendarbeit sowie Schule und der Klimaschutz den Stammtisch, der nun monatlich am ersten Dienstag stattfinden soll.

„Nicht hinter verschlossenen Türen und nur in den Gremien soll diskutiert werden, sondern offen mit allen interessierten Bürgern“, skizzierte zu Beginn Neu-Stadtrat Scherf seine Vorstellung von Politik mit den Menschen am Vorabend der ersten Stadtratssitzung. Auch wegen des Wunsches nach einer aktiven Bürgerschaft bestand Einigkeit, dass auch zukünftig die Umweltbeauftragten trotz vieler Konflikte nicht aus dem Stadtrat kommen sollten. „Es ist besser, wenn ein Umweltbeauftragter unabhängig und frei von den Zwängen eines Stadtrats denken und handeln kann. Seine Aufgabe ist auch nicht nur Kritik üben, sondern Ideen einbringen und als Berater dem Stadtrat zur Seite zu stehen“, erläuterte Marco Dall`Omo seine Vorstellungen. Auch Muzaffer Turan unterstützte, dass diese Fachleute aus der Bürgerschaft kommen sollten: „Wir haben in Wörth viele kompetente, gute Leute, die neben den Stadträten wichtige Aufgaben übernehmen können“, so Turan. Bevor man wieder Umweltbeauftragte einsetzt, sollte jedoch genau geklärt werden, welche Erwartungen an die Umweltbeauftragten gestellt werden. „Was will die Stadt von einem Umweltbeauftragten? Diese Frage müssen Stadtrat und Umweltausschuss eindeutig klären, bevor wir wieder ehrenamtlich Engagierte suchen“, erklärte Jens Marco Scherf.

In einem ersten Antrag, den Stadtrat Scherf gemeinsam mit Richard Oettinger im Namen der SPD stellt, geht es darum, der Stadt Wörth Geld aus einem Fördertopf des Bundes für die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude zu sichern. „Klimaschutz, die Erneuerung unserer Gebäude und Geld sparen lässt sich hier sinnvoll vereinen, wir müssen nur bis zum 30. Mai die Unterstützung beantragen“, erklärte Scherf den Sinn des Antrags zum Energiesparen.

Weiteres Thema war die Jugendarbeit. „Diese muss nun den höchsten Stellenwert haben, denn wir brauchen in Zukunft jeden einzelnen Jugendlichen“, betonte Norbert Volkmann. „Weder die Benennung von Jugendbeauftragten noch ein Jugendparlament sind alleine erfolgreich. Die Arbeit mit Jugendlichen braucht viel Zeit, dann kann man viel erreichen“, erklärte Muzaffer Turan. Um neue Konzepte zu erstellen und endlich in Wörth den Einstig in die offene Jugendarbeit zu gehen, fand auch der von den Freien Wählern vorgeschlagene neue Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales Unterstützung. Neben Jugend, den Kindertagesstätten und der Seniorenarbeit wird dieser Ausschuss sich auch um die langfristige Sicherung unseres Hauptschulstandortes kümmern müssen. „Die Erweiterung der offenen Ganztagsschule und die Ausweitung der Förderangebote sind richtig, doch dies alleine sichert nicht unsere Hauptschule über das Jahr 2017 hinaus“, betonte Jens Marco Scherf die Bedeutung des Themas Schule. „Gerade unsere Firmen und Handwerksbetriebe brauchen eine Hauptschule vor Ort, weshalb wir eventuell ganz neue Konzepte im Rahmen der regionalen Schulentwicklung andenken müssen, um eine weiterführende Schule in Wörth zu stärken“, skizzierte Scherf eine Aufgabe für den neuen Ausschuss.

2008 Bündnis 90 / Die Grünen im Landkreis Miltenberg
Grüner Stammtisch (zuletzt geändert am 28.03.08 10:44)