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14.02.08 14:47 Alter: 4 Jahr(e)

Bundesvorsitzender Bütikofer in Wörth

Kategorie: Die Grünen, Ortsverband Wörth

Von: Main-Echo / js

Grünen-Bundesvorsitzender Reinhard Bütikofer beehrt die Bürgermeisterkontrahenten

Wörth. Politischer Promi-Auftrieb gestern kurz nach eins am Wörther Bahnhof: Grünen-Bundesvorsitzender Reinhard Bütikofer entsteigt dem Zug der Westfrankenbahn, eskortiert von lokalen Größen der Ökopartei mit Bürgermeisterkandidat Jens Marco Scherf und Landrat-Herausforderin Petra Münzel an der Spitze.

Dr. Werner Trost, Bundesvorsitzender Bütikofer
und Bürgermeisterkandidat Jens-Marco Scherf

Reinhard Bütikofer und Erwin Dotzel (CSU)

Reinhard Bütikofer ist nach Franz Müntefering schon der zweite Chef einer Bundespartei, der im Vorfeld der Kommunalwahl der Schifferstadt seine Aufwartung macht. Dicht gedrängt ist das Besuchsprogramm: Im Schnelldurchlauf werden der »Dohl« (der muffige Fußgängertunnel unter der Bahnlinie), Marktplatz, Schifffahrtsmuseum und Mainpromenade abgehakt. Als Fremdenführer erläutert Kreisheimatpfleger und Dotzel-Kritiker Dr. Werner Trost dem Gast aus Berlin die geschichtlichen Hintergründe.

Smalltalk der Rivalen

Voll des Lobes ist Bütikofer bei der anschließenden Kaffeerunde in »Turans Bahnhof«, dem Stammlokal der Wörther Grünen, über das örtliche rot-grüne Wahlbündnis. »Die Prioritäten Bildung und Klimaschutz sind richtig gewählt«, attestiert der Bundesvorsitzende der Ökopartei dem Gespann mit den Sozialdemokraten, die von Arnold Brand vertreten werden. Als »mutig« bezeichnet er das von Petra Münzel propagierte Ziel, den Landkreis Miltenberg bis 2030 energieautark werden zu lassen. Zur Bildungspolitik merkt Bütikofer an, kostenpflichtige offene Ganztagsschulen ohne reguläres Unterrichtsangebot könnten »allenfalls eine Notlösung« sein.

Zu guter Letzt kommt es zu einem kleinen Showdown: CSU-Bürgermeister und Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel muss, das Goldene Buch der Stadt unter den Arm geklemmt, hinein in die Höhle des Löwen. Routiniert nutzt er im Smalltalk die Gelegenheit, den prominenten Gast für sich einzunehmen. Rivale Scherf - der kurz zuvor einmal mehr pflichtgemäß den »Rathauschef im Nebenjob« attackiert hat - ist seinerseits souverän genug, auf nett umzuschalten und der mit schwarz-grünen Gedankenspielen garnierten Dotzelschen Charmeoffensive leger zu begegnen.


2008 Bündnis 90 / Die Grünen im Landkreis Miltenberg
Pressebericht (zuletzt geändert am 29.06.07 18:07)