Energiewende in Wörth Ziel für Klimaschutz und soziale Sicherheit – Hans-Josef Fell unterstützt Wörther Energiewende
Wörth am Main. Die Notwendigkeit und die Machbarkeit einer konsequenten Energiewende stelte Hans-Josef Fell im Rahmen der Bürgermeisterkampagne “Die Zukunft beginnt am 2. März” in Wörth vor. Der gemeinsamen Einladung von Wörther Grünen und SPD waren etwa 40 Menschen gefolgt, denen das neue Konzept “Energie 2.0” des Bundestagsabgeordneten und Urheber des Erneuerbare Energien Gesetzes vorgestellt wurde. Am 13. Januar soll in einer weiteren Veranstaltung die beabsichtigte Energiewende konkretisiert werden. Positivbeispiel im Landkreis: Das Bürgersolarkraftwerk in Röllfeld.
Bürgermeisterkandidat Jens Marco Scherf (SPD/Grüne), dessen Einladung Hans-Josef Fell nach Wörth gefolgt war, stellte die Bedeutung der Energiewende im Zukunftskonzept “Stadt der Familie” für Wörth vor: “Die rapide Verteuerung der Energie und der dramatische Klimawandel nehmen die Kommunalpolitik in die Pflicht und fordern neue Konzepte und Wege, um das Klima zu schützen und die Wertschöpfung in der heimat zu erhöhen”.
Hans-Josef Fell gab seiner Sympathie für das überparteiliche rot-grüne Bündnis in Wörth Ausdruck, denn: “Die Union hat es in Deutschland und Bayern zu verantworten, dass wir vor gigantischen Problemen stehen!” Weit über 80% der Weltenergie werden aus klimaschädlichen fossilen Brennstoffen gewonnen. Egal ob Öl, Erdgas oder auch Kohle, es drohen in den kommenden Jahren dramatische und ungeahnte Preissteigerungen, die unvorstellbare soziale Probleme verursachen werden, “wenn man sich die warme Wohnung im Winter bald nicht mehr leisten kann”, belegte Fell an konkreten Daten. Jedoch würden sowohl die Angaben über die Vorräte als auch über die Preisentwicklung von den großen Energieunternehmen manipuliert, “denn an erneuerbaren Energien können sie nichts verdienen.” An konkreten Beispielen belegte er die Manipulation der Medien durch die Konzerne.
Atomstrom ist nicht nur wegen der Gesundheitsgefährung keine Alternative, denn bereits ab dem Jahr 2015 droht nur für die bestehenden Reaktoren eine Uranverknappung, der Preis habe sich bereits seit 2003 verdreifacht. “Wer Kriege um Energiereserven, Lebensraumvernichtung durch Radioaktivität und die Gewinnmaximierung der großen Konzerne verhindern will, muss auf erneuerbare Energien setzen. Durch die dezentrale Energieerzeugung vor Ort werden neben dem Klimaschutz Arbeitsplätze vor Ort geschaffen und die lokale Wertschöpfung gestärkt”, machte Fell den Menschen in Wörth klar. In Deutschland ist zum Beispiel die Windkraft bereits der zweitgrößte Abnehmer der Stahlindustrie.
Fell verwies auf die Erfolge rotgrüner Energiepolitik. “Durch die Energiewende 2000 haben wir bis heute alle angestrebten Quoten bei den erneuerbaren Energien übererfüllt. Nur dank Rotgrün hat Bayern heute mehr Photovoltaik als USA und Japan zusammen”, so Fell, der auch auf die Bürgersolarkraftwerke im Landkreis Miltenberg in Folge der grünen Initiative “Sonnenlandkreis Miltenberg” verwies. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte Hans-Josef Fell in Röllfeld das Bürgersolarkraftwerk des von Annette Rüttger angeführten Vereins “Bürgersonnendach Helle Köpfe” besucht. Dieses “ermutigende Zeichen in Röllfeld”, so Klingenbergs Bürgermeisterkandidat Joachim Schneider, ist für Fell ein Symbol für wirksame Klimaschutzpolitik, da “sie vor Ort ein Bewusstsein bei den Menschen schafft und von den Bürgern aktiv getragen wird!” In der Diskussion mit den Vereinsmitgliedern stellte Fell auch klar: “Ganz ohne Subventionen für Uran und fossile Brennstoffe wären die nachhaltigen Energien bereits heute überlegen!”
Für Wörth zeigte Fell die Möglichkeiten einer Energiewende auf: “Holz, Sonne, Biomasse, Wind und Biokraftstoffe ermöglichen in der Kombination langfristig eine hundertprozentig autarke Energieversorgung. Die Energiewende vor Ort ist möglich und nötig, um Energie bezahlbar zu halten und das Klima zu schützen”, erklärte Fell und motivierte die Menschen: “Jeder einzelne muss sein Verhalten verändern, nur noch Strom aus nachhaltigen Energien nachfragen und durch die Wahlentscheidung dafür sorgen, dass politisch die Weichen des kommunalen Stromversorgers in Wörth richtig gestellt werden!”
In der anschließenden regen Diskussion wurde deutlich, dass die Menschen das Bewusstsein für Veränderung haben und bereit zum Handeln sind. Der nächste Schritt in Wörth wird am Sonntag, den 13. Januar, gegangen werden, kündigte Jens Marco Scherf an, wenn der Bürgermeister von Furth bei Landshut, Dieter Gewies, zu Besuch kommt und konkrete Beispiele aus einer gemeinde gibt, die jetzt über 70% ihrer Energie selbst erzeugt.
Pressebericht (zuletzt geändert am 29.06.07 18:07)





