Erlenbacher Grüne verabschieden ihr Wahlprogramm
Erlenbach. Ihr Wahlprogramm für die Stadtratswahlen verabschiedeten am Freitag die Erlenbacher Grünen. Die Unterstützung der Familien und die Klimapolitik stehen dabei im Mittelpunkt.
Dr. Eberhard Großmann begrüßte, dass in der Hauptschule ein gebundener Ganztagsschulzweig eingerichtet werden konnte. Ziel müsse es jetzt sein, auch an der Grundschule einen gebundenen Ganztagsschulzweig einzurichten, damit jedes Kind in der Stadt die Möglichkeit habe, eine Ganztagsschule zu besuchen. Besonders wichtig sei es außerdem, den Hauptschulstandort zu sichern und dafür sinnvolle Kooperationen mit Wörth und Klingenberg einzugehen.
Einen enormen Nachholbedarf sehen die Erlenbacher Grünen vor allem bei der Schaffung von Kinderkrippen- und Hortplätzen und setzen sich daher für deren massiven Ausbau ein. Durch eine größere Flexibilität bei der Buchung der Zeiten auch unter dem Jahr könne man den Bedürfnissen der Familien besser gerecht werden, forderte Michael Bernhard. Um Familien zu entlasten müsse man außerdem auch in Erlenbach dem Vorbild der Stadt Aschaffenburg folgen und im letzten Kindergartenjahr die Hälfte der Kindergartenbeiträge durch die Stadt übernehmen.
Um Familien zu unterstützen, die von Transferleistungen leben müssen, solle die Stadt außerdem einen Zuschuss für Schulmaterial übernehmen, um auch hier einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung zu leisten.
Ortsvorsitzende Yvonne Holzapfel – Graner setzte sich vor allem für eine Finanzpolitik ein, die nicht in Beton, sondern in Bildung investiert. Scharfe Kritik übte sie dabei an der teuren „Verschönerung“ der Ortseingänge und die Verschleuderung von Geldern für Gewerbegebiete, die nicht gebraucht werden. Die Grünen setzen sich daher in ihrem Wahlprogramm für eine nachhaltige Finanzpolitik ein, die die Entwicklungschancen der nächsten Generation nicht beeinträchtigt und die Umwelt schützt.
Auch in Erlenbach soll das Konzept der Kreisgrünen EMIL 38 (Energiewende im Landkreis Miltenberg bis zum Jahr 2038) umgesetzt werden. Ziel ist es dabei, dass in der Stadt selber so viel Energie durch regenerative Energien erzeugt werde, wie in der Stadt verbraucht würde. Dafür müssten unter anderem weitere Bürgersolarkraftwerke gebaut und die städtischen Gebäude ökologisch saniert werden, forderte Landratskandidatin Petra Münzel.
Margot Kautz war das Schwimmbad ein besonderes Anliegen. Dieses müsse nun endlich saniert und modernisiert werden, damit es ein attraktiver Freizeit- und Erholungsort für die Familien bliebe.
Pressebericht (zuletzt geändert am 29.06.07 18:07)




