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Grüne unterstützen Heuß - Ortsverband Klingenberg froh über drei Stadtratssitze
Klingenberg. Große Zufriedenheit bei der Wahlanalyse des Ortsverbandes von Bündnis90/Die Grünen am Dienstag: Zum ersten Mal werden in der Geschichte des Landkreises Miltenberg in einem Stadt- oder Gemeinderat drei grüne Mandatsträger vertreten sein. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wird das Duo Annette Rüttger und Willi Stritzinger in den nächsten sechs Jahren durch Harald Fischmann ergänzt.
Damit sind in der grünen Fraktion alle Stadtteile vertreten. Nach dem Willen der drei Stadträte soll der Rückenwind aus der Bevölkerung (knapp 13 Prozent) die kommunalpolitische Arbeit beflügeln. Die Mitglieder und die Sympathisanten der Partei waren sich einig, dass der Wahlerfolg vor allem darauf zurückzuführen sei, dass im Vergleich zur Konkurrenz weniger mit Köpfen, dafür intensiver mit realistischen programmatischen Aussagen geworben worden sei.
Positiv bewertete Ortssprecherin Steffi Lang die Besetzung der grünen Kreisliste mit sechs Kandidaten aus Klingenberg. Mit 14,5 Prozent (gegenüber 7,4 Prozent im kreisweiten Ergebnis) habe Klingenberg seine Position als grüne Hochburg im Landkreis weiter ausgebaut.
Auch Bürgermeisterkandidat Jochen Schneider zeigte sich mit seinem Ergebnis von 5,3 Prozent bei der Bürgermeisterwahl zufrieden. Bei fünf Kandidaten sei »nicht sehr viel mehr drin gewesen«. Wichtig sei es, so Schneider, mit der Kandidatur eine Stichwahl in Klingenberg wahrscheinlicher gemacht zu haben.
Denn, darüber herrschte bei allen Anwesenden Einigkeit, der amtierende Klingenberger Bürgermeister sei keinesfalls eine Idealbesetzung. Nach intensiver Diskussion beschloss die Ortsversammlung bei einer Gegenstimme, den Kandidaten der Freien Wähler Trennfurt (FWT), Horst Heuß, bei der Stichwahl am 16. März zu unterstützen. Harald Fischmann betrachtete diese Entscheidung als wichtigen Beitrag für die Glaubwürdigkeit der Klingenberger Grünen, die in der Wahl angetreten seien, um den Stillstand in der Kommune zu bekämpfen. Er erinnerte daran, dass man bei der Wahl erheblich von der Listenverbindung mit den Trennfurter Freien Wählern profitiert habe.
Mit der Person Horst Heuß verband auch Patrick Wagner die Hoffnung, dass Probleme tatkräftiger und kreativer angepackt werden. Für eine Wahl von Heuß besteht nach Frank Zimmermanns nur eine Chance, wenn die Klingenberger Bürger das viel zitierte Stadtteildenken ausblenden würden und SPD und CSU ins Boot geholt werden könnten.
Pressebericht (zuletzt geändert am 29.06.07 18:07)




