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Die Grünen im Landkreis Miltenberg: Ja zur Brücke im Südspessart, nein zum geplanten Standort
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03.07.09 20:58 Alter: 1 Jahr(e)

Ja zur Brücke im Südspessart, nein zum geplanten Standort

Kategorie: Die Grünen

Von: Ansgar Stich

„Schutz von Mensch und Umwelt ist kein alter Hut!“, betonte Kreissprecherin Sylvia Deckert auf der Kreisversammlung von Bündnis 90/Die Grünen Miltenberg, die letzten Dienstag im Obernburger „Karpfen“ stattfand und besonders dem Thema Verkehr im Südspessart gewidmet war. „Manchmal gerät die Thematik außer Mode, wir haben immer das Ziel weiterverfolgt“, ergänzte ihre Sprecherinnenkollegin Stefanie Lang und führte aus, dass jede neue Straße mehr Verkehr verursache. „Das könnte ein Widerspruch sein“, überlegte der Obernburger Ortssprecher Roland Arnold, „denn eine Brücke ist eine Straße und von daher zweifelhaft. Zugleich aber verbindet sie Menschen.“ Eine Brücke an geeigneter Stelle im Südspessart könne also den Verkehr besonders für Berufspendler reduzieren.
Eine Umgehungsstraße mitten durch Kirschfurt und der geplante Brückenstandort westlich von Kirschfurt wurden in der Kreisversammlung ausdrücklich abgelehnt, die Tunnelumgehung Freudenbergs begrüßt. „Wir unterstützen die dortige Bürgerinitiative bei der Suche nach dem besten Standort durch Anfragen in den Landtagen von Bayern und Baden-Württemberg“, fügte Kreistagsmitglied Petra Münzel hinzu.
„Bündnis 90/Die Grünen fordern“, so das Kreisvorstandsmitglied Ansgar Stich, „dass umgehend aktuelle Zahlen zu Messung und Prognosen der Verkehrsströme, Arbeitsplatzentwicklung und Kosten zu Alternativstandorten veröffentlicht werden, um als Diskussionsgrundlage dienen zu können.“ Der Kreistagsfraktionssprecher Jens Marco Scherf ergänzte, dass „ein Brückenbau zwischen Dorfprozelten und Stadtprozelten zu prüfen ist, da sich hier der Bevölkerungsschwerpunkt des Südspessarts befindet und dadurch teure und ökologisch schädliche Umgehungsstraßen vermieden werden können.“ Jede Baumaßnahme muss gut durchdacht werden, um geringst mögliche Belastungen für Anwohner z. B. durch Lärmemissionen zu erreichen. Ansgar Stich war besonders wichtig, dass „darauf zu achten ist, dass das Flora Fauna Habitat (FFH) - Gebiet nicht angetastet wird.“ Im Gegensatz zur bayerischen Staatsregierung geht es „uns nicht um die Regelung überregionaler Verkehrsströme“, so Kreistagsmitglied Hanne Kreuzer, „sondern um die Verbesserung der lokalen Verkehrsverhältnisse.“ Nachhaltigkeit, Umwelt- und Menschenschutz, alternative Energieerzeugung, also eine grüne Wende des Denkens und Handelns sichern die Zukunftsfähigkeit unseres Landes, mithin auch unseres Landkreises. Die grüne Kreisversammlung war sich einig: „Wir brauchen den New Green Deal!“


2008 Bündnis 90 / Die Grünen im Landkreis Miltenberg
Pressebericht (zuletzt geändert am 29.06.07 18:07)