Jugendarbeit und Sicherung des Schulstandorts durch neue Konzepte
- Grüner Stammtisch in Wörth bemüht sich um Schwung und Offenheit in der Stadtpolitik – Antrag zum Klimaschutz W ö r t h. Mehr Schwung und mehr Offenheit in den Wörther Stadtrat bringen, das wünschen sich die Besucher des ersten Grünen Stammtischs in Wörth am Main. Eingeladen hatten die Wörther Grünen und Kreisrat Jens Marco Scherf, der als neu gewählter Stadtrat Mitglied der SPD-Fraktion in Wörth ist. Daneben dominierten soziale Themen rund um Jugendarbeit sowie Schule und der Klimaschutz den Stammtisch, der nun monatlich am ersten Dienstag stattfinden soll.
„Nicht hinter verschlossenen Türen und nur in den Gremien soll diskutiert werden, sondern offen mit allen interessierten Bürgern“, skizzierte zu Beginn Neu-Stadtrat Scherf seine Vorstellung von Politik mit den Menschen am Vorabend der ersten Stadtratssitzung. Auch wegen des Wunsches nach einer aktiven Bürgerschaft bestand Einigkeit, dass auch zukünftig die Umweltbeauftragten trotz vieler Konflikte nicht aus dem Stadtrat kommen sollten. „Es ist besser, wenn ein Umweltbeauftragter unabhängig und frei von den Zwängen eines Stadtrats denken und handeln kann. Seine Aufgabe ist auch nicht nur Kritik üben, sondern Ideen einbringen und als Berater dem Stadtrat zur Seite zu stehen“, erläuterte Marco Dall`Omo seine Vorstellungen. Auch Muzaffer Turan unterstützte, dass diese Fachleute aus der Bürgerschaft kommen sollten: „Wir haben in Wörth viele kompetente, gute Leute, die neben den Stadträten wichtige Aufgaben übernehmen können“, so Turan. Bevor man wieder Umweltbeauftragte einsetzt, sollte jedoch genau geklärt werden, welche Erwartungen an die Umweltbeauftragten gestellt werden. „Was will die Stadt von einem Umweltbeauftragten? Diese Frage müssen Stadtrat und Umweltausschuss eindeutig klären, bevor wir wieder ehrenamtlich Engagierte suchen“, erklärte Jens Marco Scherf.
In einem ersten Antrag, den Stadtrat Scherf gemeinsam mit Richard Oettinger im Namen der SPD stellt, geht es darum, der Stadt Wörth Geld aus einem Fördertopf des Bundes für die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude zu sichern. „Klimaschutz, die Erneuerung unserer Gebäude und Geld sparen lässt sich hier sinnvoll vereinen, wir müssen nur bis zum 30. Mai die Unterstützung beantragen“, erklärte Scherf den Sinn des Antrags zum Energiesparen.
Weiteres Thema war die Jugendarbeit. „Diese muss nun den höchsten Stellenwert haben, denn wir brauchen in Zukunft jeden einzelnen Jugendlichen“, betonte Norbert Volkmann. „Weder die Benennung von Jugendbeauftragten noch ein Jugendparlament sind alleine erfolgreich. Die Arbeit mit Jugendlichen braucht viel Zeit, dann kann man viel erreichen“, erklärte Muzaffer Turan. Um neue Konzepte zu erstellen und endlich in Wörth den Einstig in die offene Jugendarbeit zu gehen, fand auch der von den Freien Wählern vorgeschlagene neue Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales Unterstützung. Neben Jugend, den Kindertagesstätten und der Seniorenarbeit wird dieser Ausschuss sich auch um die langfristige Sicherung unseres Hauptschulstandortes kümmern müssen. „Die Erweiterung der offenen Ganztagsschule und die Ausweitung der Förderangebote sind richtig, doch dies alleine sichert nicht unsere Hauptschule über das Jahr 2017 hinaus“, betonte Jens Marco Scherf die Bedeutung des Themas Schule. „Gerade unsere Firmen und Handwerksbetriebe brauchen eine Hauptschule vor Ort, weshalb wir eventuell ganz neue Konzepte im Rahmen der regionalen Schulentwicklung andenken müssen, um eine weiterführende Schule in Wörth zu stärken“, skizzierte Scherf eine Aufgabe für den neuen Ausschuss.
Pressebericht (zuletzt geändert am 29.06.07 18:07)




