Lust auf mehr Busfahren
Wörth. Einem Alltagstest unterzogen zehn Bewohner der Seniorenresidenz der Arbeiterwohlfahrt (Awo) den Wörther Stadtbus am Donnerstagnachmittag. Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen haben sie die Haltestellen in Wörth und Klingenberg abgefahren.
Kein Problem stellte das Einsteigen dar, denn auch mit dem Rollator ist es möglich, direkt von der Gehsteigkante in den großflächigen und bequemen Fußraum des Niederflurbusses zu gelangen. Die Senioren waren begeistert von der guten Erreichbarkeit aller Einkaufsmärkte in Wörth, der direkten Anbindung an den Bahnhof und Winzerplatz in Klingenberg. Während der Probefahrt trafen die älteren Menschen vor allem auf jüngere Fahrgäste.
Die Rückfahrt erfolgte über die Seniorenresidenz am Wörther Bahnhof vorbei durch die Neustadt und über die Landstraße nach Seckmauern und Haingrund, bevor man - überzeugt von der Qualität des neuen Angebots - vor den Türen der Seniorenresidenz den Stadtbus wieder verließ. »Gerade ältere und behinderte Menschen benötigen Mobilität, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen«, meinte Heimleiterin Petra Winter, die den Einsatz des Stadtbusses begrüßte. »Das macht Lust auf mehr«, meinte einer der Heimbewohner. »Die Erfahrung zeigt, dass gerade Jung und Alt ein funktionierendes Bus- und Zugangebot für eine menschengerechte Mobilität brauchen«, erklärte der grüne Bürgermeisterkandidat Jens Marco Scherf, auf dessen Initiative die Rundfahrt erfolgt war. Er regte an, mit einem Stadtbusfest für den öffentlichen Personennahverkehr zu werben. Weiter schlug er vor, die Fahrtstrecke zu ändern und statt der engen Schleife durch die Luxburgstraße die große Schleife über die Pfarrer-Adam-Haus-Straße und die Frühlingsstraße zu nehmen. »Das erleichtert dem Bus die Fahrt und ermöglicht einen regelmäßigen Halt in Schulnähe und eine Verlegung der Bahnhofshaltestelle, um den Fußweg zum Bahnsteig mehr als zu halbieren«.
Pressebericht (zuletzt geändert am 29.06.07 18:07)




