Warning: mysql_fetch_assoc(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /var/www/vhosts/gruene-miltenberg.de/httpdocs/src/typo3_src-4.0.6/t3lib/class.t3lib_db.php on line 802
Die Grünen im Landkreis Miltenberg: Ortsversammlung von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Klingenberg
Diese Seite druckenZum Sitemap wechseln
Das Pressearchiv als RSS-FeedIMPRESSUM
Sie befinden sich hier: Startseite
24.02.09 22:50 Alter: 1 Jahr(e)

Ortsversammlung von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Klingenberg

Kategorie: Ortsverband Klingenberg

Von: Harald Fischmann

Klingenberger Grüne für Erhalt aller drei Grundschulstandorte

Die bevorstehenden Entscheidungen über Klingenberg als Schulstandort beschäftigte eine Ortsversammlung von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, an der auch die dreiköpfige Stadtratsfraktion teilnahm. Zu diskutieren galt es das Für und Wider einer Zustimmung zur Einrichtung einer zentralen Grundschule für Klingenberg.

Die Problematik der Entscheidungsfindung fasste Stadtrat Harald Fischmann folgendermaßen zusammen: „Offiziell stimmen wir zwar über einen zentralen, für acht Klassen konzipierten Grundschulbau ab, weil nur der nach dem Willen des Kultusministeriums bezuschusst wird, im Grunde geht es aber zunächst um den Erhalt des Hauptschulstandortes, weil das neue Gebäude als Hauptschule benutzt werden soll.“ Erst wenn die Schülerzahlen so weit sinken, dass Klingenberg seine Hauptschule schließen müsse, werde das zur Abstimmung stehende Gebäude als zentrale Grundschule genutzt. Nach den Prognosen des Schulamtsdirektors Kolb sei dies in etwa zehn Jahren der Fall. Annette Rüttger hat „Bauchschmerzen“, weil eine Entscheidung zugunsten dieser Baumaßnahme ein offizielles Votum gegen die drei Grundschulstandorte sei. Sie betonte, dass die Forderung „kurze Beine, kurze Wege“ immer noch Gültigkeit besitze. Eine Grundschule vor Ort sei zudem für junge Familien ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Wohnortes. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die konkret-praktischen Vorteile einer wohnortnahen Beschulung für die Grundschüler stärker wiegen als organisatorische Verbesserungen in einer Zentrumsschule. Patrick Wagner malte beispielsweise das düstere Bild des belastenden Bustourismus aus: „Wenn Erstklässler mit Hauptschülern in überfüllten Bussen um Sitzplätze streiten, ist Schulangst vorprogrammiert.“ Willy Stritzinger kritisierte in diesem Zusammenhang, dass bereits in der momentanen Situation zu viele Fahrten zwischen den einzelnen Schulhäusern entstünden. Er sieht in der zukünftigen Entscheidung die „Quadratur des Kreises“, weil die Landespolitik mit ihren Vorgaben eine recht verworrene Situation geschaffen habe. Während Jochen Schneider in Erinnerung an das Kommunalwahlprogramm forderte, dass man einem zentralen Grundschulstandort nicht zustimmen solle, sieht Harald Fischmann die Zukunft der drei Schulhäuser durch ein pragmatisches Votum für einen zentralen Standort weniger bedroht. „Indem wir der förderungsfähigen Zentralschule zustimmen, stärken wir Klingenberg als Hauptschulstandort. Dadurch können wir ortsnahe Grundschulen zumindest mittelfristig erhalten, wenn die Schülerzahlen stimmen.“ Überall würden in Bayern Initiativen zur Rettung der Hauptschulen im ländlichen Raum ergriffen, es stehe also noch gar nicht fest, dass in der Hauptschule Klingenberg in zehn Jahren das Licht ausgeht. Aus taktischen Gründen habe man nach Ansicht Pablo Calvos die Kröte der Zentralschule also zu schlucken. Frank Zimmermanns Angst, dass bei der Realisierung des Projekts in Klingenberg über Jahre hinaus Mittel für wichtige andere Investitionen fehlten, zollten die grünen Stadträte insofern Rechnung, als sie sich für ein sinnvolles Preis-Leistungs-Verhältnis einsetzen wollen. Das letzte Wort sei beim Finanzierungskonzept laut Annette Rüttger auch noch nicht gesprochen.


2008 Bündnis 90 / Die Grünen im Landkreis Miltenberg
Pressebericht (zuletzt geändert am 29.06.07 18:07)