Scherf weist Vorwurf der Lüge zurück
Wörth. Zurückgewiesen hat Jens Marco Scherf den von Bürgermeister Erwin Dotzel geäußerten Vorwurf, in einer Pressemitteilung des Ortsverbandes der Grünen »bewusst die Unwahrheit verbreitet« zu haben (Ausgabe vom 20.September: »Das Problem der Bahn«). Wörths Bürgermeister hatte unserer Zeitung Schriftwechsel und Aktenvermerke vorgelegt, die zeigen, dass die Stadt in den vergangenen Wochen versucht hat, den ihr von der Westfrankenbahn zugesagten Bau eines neuen Wartehäuschens mit Fahrkartenautomat zu erreichen. Dass es dazu nicht gekommen ist, ist laut Dotzel nicht der Stadt anzulasten, sondern »das Problem der Bahn«, weil diese ihre Zusage nicht habe einhalten können.
In Dotzels Reaktion vermisst nun der grüne Bürgermeisterkandidat Scherf die Erklärung, womit die Wörther Grünen »bewusst die Unwahrheit« gesagt hätten. Fakt sei, dass am 1.September der Pachtvertrag für das Gelände, auf dem der alte Fahrkartenautomat steht, ausgelaufen ist, und Dotzel von diesem Problem seit Verkauf des Bahnhofsgebäudes wisse. Für Scherf ist es »eine politische Wertung von Wörther Bürgern«, wenn diese in dem Umstand, dass nun kein Fahrkartenverkauf mehr möglich ist, ein »Versäumnis des Bürgermeisters« sehen. Das sei keinesfalls Lüge. Vielmehr könne man sich fragen, ob der Bürgermeister nicht bereits einige Monate früher das Gespräch mit der Westfrankenbahn hätte suchen müssen, um mehr als drei Monate Zeit für den technisch komplexen Vorgang der Neuinstallation eines zeitgemäßen Fahrkartenautomats zu haben. Dotzel beruft sich dagegen auf die Zusicherung der Bahn, zeitnah am Bahnhof in Wörth ein neues Wartehäuschen aufzustellen.
Pressebericht (zuletzt geändert am 29.06.07 18:07)




