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09.03.11 14:01 Alter: 1 Jahr(e)

Unser diesjähriger Politischer Aschermittwoch stand ganz im Zeichen der Frau!

Von: Sylvia Deckert

Stehen sich Frauen auf dem Weg zur Gleichberechtigung selbst im Weg?

Alles was heute Gott sei Dank für junge Frauen selbstverständlich zu sein scheint, war noch vor 25 Jahren eigentlich undenkbar!

Alles was heute Gott sei Dank für junge Frauen selbstverständlich zu sein scheint wie z.B. Beruf, halbes Haus und Sparbücher für die Ehefrau, Beteiligung des Ehemannes im Haushalt, war noch vor 25 Jahren eigentlich undenkbar!

Die Änderung geschah nur auf Druck der Frauenbewegung. Grund genug für einen besonderen Gedenktag.

Den Einstieg zum Thema Gleichberechtigung unterstrich nach einem kurzen Rückblick ein kurzer Film über die Geschichte der Frauenbewegung, die sich über mehr als 100 Jahre erstreckt. Für die Sprecherin der Grünen Sylvia Deckert steht fest: Die Frauen von damals gebührt unser Respekt und stellte klar, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sei. Als schlimm empfindet Sie, dass noch bis 1976 die gesetzlich geregelte „Hausfrauenpflicht“ galt, bei der erst die Zustimmung des Ehemanns eingeholt werden musste, bevor seine Frau einen Arbeitsvertrag unterschreiben durfte, und nennt noch einige Daten der Meilensteine in der Frauenpolitik:

1865 Gründung des „Allgemeinen Deutschen Frauenvereins“ mit dem Ziel, Bildungschancen und Berufstätigkeit von Frauen zu fördern.

1911 Am 19. März wird der 1. Internationale Frauentag gefeiert. Die Sozialistin Clara Zetkin initiierte diesen Tag unter dem Motto: „Heraus mit dem Frauenwahlrecht!“

1918 Frauen in Deutschland erhalten das aktive und passive Wahlrecht. Ihre Stimme können sie erstmals bei der Wahl zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 abgegeben

1961 Elisabeth Schwarzhaupt wird erste Bundesministerin in der BRD. Bereits 1953 wurde Hilde Benjamin erste Justizministerin in der DDR.

1983 DIE Grünen ziehen am 6. März in den Bundestag ein. Der Frauenanteil im Parlament steigt durch sie zum ersten Mal auf zehn Prozent.

Kreisrätin Petra Münzel liest Passagen aus der Streitschrift von Bascha Mika “Die Feigheit der Frauen“ und bildet so die Grundlage zur anschließend lebhaften Diskussion.

Eine gesellschaftliche Anerkennung kann nur dann erreicht werden, wenn dies auch im privaten Umfeld der Frauen umgesetzt wird. „Die Gleichstellung geht im Schneckentempo voran, aber wir Frauen tragen Mitschuld an dieser Entwicklung“, so Frau Münzel und gibt der These Bascha Mikas recht: Eine ebenbürtige Partnerschaft muss von den Frauen selbst angestrebt werden. Frauen ließen sich von der traditionellen Rolle verführen, flüchteten aus dem Beruf und gäben dafür ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit auf. Zudem sei eine Mutter von kleinen Kindern großer gesellschaftlicher Kritik ausgesetzt, wenn sie eine berufliche Karriere anstrebe. Bei Vätern frage niemand nach, wie sie Berufstätigkeit und Kindererziehung vereinbaren können.

Nach längerer Diskussion war Frau sich einig: Noch immer erhalten Frauen weniger Gehalt als Männer, sind unterrepräsentiert in Führungsetagen und haben weltweit weniger Rechte als Männer.

Die grüne Frauenquote ist ein Meilenstein, der erfolgreich vormacht, wie Gleichstellung gelingen kann. Seit 25 Jahren prägt sie grüne Politik und bringt andere in Zugzwang. Darauf können wir stolz sein. „Wir kämpfen weiter für eine gleichberechtigte Gesellschaft und dürfen uns von den Männern nicht breit quatschen lassen“, fasste es Sylvia Deckert zusammen.

 

 

 

 

 

 


2008 Bündnis 90 / Die Grünen im Landkreis Miltenberg
Pressebericht (zuletzt geändert am 29.06.07 18:07)